Slov ant Gali: Katze Moritze - eine Geschichte in Bildern

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Bild 1

Zweimal beobachtete ich Moritze, nachdem sie eine Maus geschnappt hatte: Zuerst packt sie das Mäuschen immer mit der Tatze, sobald diese sich rührt. Doch die Maus rührt sich nicht immer. Sie bleibt einfach liegen und wartet ab. Da bleibt die Katze vor ihr stehen und wartet auch ab. Sobald das Mauschen wieder zuckt, tut die Katze das auch.

Beim ersten Mal trieben die beiden ihr Spiel so lange, bis die Maus einen Fluchtweg erspäht hatte und unser Katzenvieh dumm rumstand.

Beim zweiten Mal kam Moritze mit etwas Zappelndem auf die Hoftreppe gerannt. Es konnte eine Riesenmaus, aber auch eine Zwergratte sein. Wir riefen Mutti und Papa, aber nur Mutti antwortete, wir sollten ja alle Tiiren und Fenster zumachen, damit die Katze das Ekeltier nicht etwa als Jagdtrophäe reinbrachte. Diesmal überraschte sie uns auf andere Weise: Sie fraß ihre Beute auf.

Timmi war ganz begeistert. Er zitterte richtig.

"Mutti, der Kopf ist ab." - "Mutti, jetzt beißt sie gerade in den Bauch, komm doch mal!" - "Mutti, Mutti, jetzt guckt nur noch der Schwanz aus dem Maul, komm doch schnell!" - "Mutti, schade, nun ist alles weg; jetzt brauchst du dich nicht mehr zu beeilen."

Mutti hatte sich bestimmt nicht beeilt, urn da zuzugucken.

Vorsichtig fragte sie vom Bad aus: "Liegen jetzt etwa die ganzen Knochen vor der Tür?"

"Eine Maus hat gar nicht viele Knochen", erklarte mein besserwissender Bruder mit tiefer Uberzeugung. "Und die hat Moritze alle mitgefressen. Nicht mal ein Blutfleck ist zu sehen."

Dass Papa gerade in diesem Augenblick die Küchentür öffnete und "Mittagessen!" rief, war eine ziemliche Pleite. Nattirlich wollten nur Tim und Papa noch etwas essen. "So schönes Kaninchenfleisch. Nehmt euch doch wenigstens etwas von meiner roten Soße ..."

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