Erst im Nachhinein bewies der Fotograf, dass im passenden
Ambiente durchaus auch ein Platz frei gehalten werden konnte:
Leider sieht man nicht den Pianisten, der durch seine Sequenzen von Text zu Text
überleitete.Wir danken auch Uschi Gressmann für ihr Interesse an der "korrespondierenden Mitgliedschaft" (ihre Texte spielten eine große Rolle).
Interessant, dass der Zug der Kraniche sowohl im Programm als auch in einem der Texte eine Rolle spielte, die bei der ersten offenen Bühne vorgetragen wurden. Wir werden dies fortführen.
Nach diesem Erlebnis freuen wir uns schon auf die nächste Lesung, für die wir am 23.12. das Thema festgelegt haben werden, deren Termin mit dem 22.01.10, 19.00 Uhr aber schon fest steht...
Kostprobe vom 27.11.
Slov ant Gali
Vergeblicher Sturm
Der Herbststurm liebt die Baumnatur
in absoluter Nacktkultur.
Wird sattes Grün erst gelb, dann bunter,
reist er das Blätterkleid herunter.
Er wütet mit den Tannenmadeln,
weil die noch immer voller Nadeln:
Auch Erlen lassen alles fallen
bevor Novembernebel wallen.
Bald überdecke ich euch weiß,
doch euer Grün macht mich ganz heiß.
Ich bringe euch die kalte Welt,
vor der, was grün, in Starre fällt.
Wir sind´s, die stolz dir widerstehen,
die grüne Wege weiter gehen.
Es kennt das Mütterchen Natur
nicht einen Trutz für Kälte nur.
Klar wirst du es nicht unterlassen,
uns unters Nadelkleid zu fassen.
Doch selbst der Mensch erfreut sich kaum
an splitternacktem Weihnachtsbaum.



